Rote Liste 2018 - Gewinner und Verlierer Welchen gefährdeten Arten geht es besser, wem geht es schlechter? Hier 9 aktuelle Beispiele aus der ganzen Welt.

Berggorillasin Ostafrika (Bild oben) geht es besser, dank Schutzmaßnahmen, die auch der WWF unterstützt hat. Die seltenen Menschenaffen gelten nicht mehr als „vom Aussterben bedroht“, sondern haben sich auf die Stufe „stark gefährdet“ verbessert. Es gibt noch etwa 1.000 Tiere.

Die Zahl der Finnwale hat sich seit den 1970er Jahren ungefähr verdoppelt - auf etwa 100.000 erwachsene Tiere weltweit. Deshalb wird die Art nicht mehr als als „stark gefährdet“ eingestuft, sondern nur noch als „gefährdet“. Finnwale sind mit bis zu 27 Metern Länge die zweitgrößten Tiere der Welt. Mehr über Wale liest du hier.

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Der Waldrapp gilt seit 400 Jahren in Deutschland als ausgestorben. Deshalb arbeitet unser Waldrappteam daran, diesen besonderen Vogel wieder bei uns anzusiedeln. Seine Verwandten in Marokko brauchen keine Hilfe mehr. Seit mehr als 20 Jahren erholt sich der Bestand wieder. Mit fast 600 Vögeln im Souss-Massa-Nationalpark sind die Waldrappe dort nicht mehr als „vom Aussterben bedroht“.

Gemischtes Bild bei den Giraffen: Während es einigen Unterarten, wie der hier gezeigten Rothschild-Giraffe, besser geht, werden fünf der neun Unterarten als "gefährdet" eingestuft.

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Der Amazonas-Flussdelfin steht nun erstmals als „stark gefährdete Art“ auf der Roten Liste. Das ist schlimm, hat aber auch etwas Gutes: Jetzt können leichter Schutzgebiete für die bedrohten Tiere eingerichtet werden.

Zackenbarsche: In allen Weltmeeren werden zu viele Fische gefangen. Deshalb gibt es immer weniger. Zum Beispiel Zackenbarsche: Vom karibische Nassau-Zackenbarsch wurden die meisten Tiere bereits weggefischt. Er ist deshalb „vom Aussterben bedroht“.

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Die meisten Ostafrikanischen Oryx-Antilopen leben außerhalb von Schutzgebieten. Dort werden sie von Siedlungen und Viehherden verdrängt und wegen ihres Fleisches, ihrer Haut und Hörner bejagt. Deshalb gibt es nur noch halb so viele Tiere wie noch vor etwa 25 Jahren. Die Oryx ist jetzt „stark gefährdet“.

Adlerholz ist eines der teuersten Holzarten der Welt, weil man daraus wertvolle Duftstoffe herstellen kann. Deswegen wird es oft unerlaubt abgeholzt und geschmuggelt. 13 der 20 verschiedenen Adlerholz-Arten sind nach der neuen Roten Liste „gefährdet“.

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Der Rotohr-Ara ist in Bolivien als Haustier gefragt und wird dafür gefangen oder aus den Nestern geräubert. In immer mehr Mais- und Erdnussplantagen werden sie außerdem als "Räuber" verfolgt. Heute gibt es vom Rotohr-Ara keine 300 Tiere mehr in der Wildnis. Er ist deshalb „vom Aussterben bedroht“.

Der WWF macht sich weiter für alle bedrohten Tierarten und Pflanzenarten stark.

Welche Tiere und Pflanzen sind bedroht? Die Rote Liste sagt's
Kolossal, so ein Wal