Plastik vermeiden? 10 Tipps für einen plastikfreien Monat! Spielzeuge, Schulbrote, Geburtstagsparty – überall ist Plastik zu finden oder fällt unnötiger Verpackungsmüll an. Wir geben Tipps, wie es im turbulenten Alltag gelingt, Plastik zu vermeiden. Wer nimmt die Herausforderung an und startet mit vielen anderen Familien in einen möglichst plastikfreien Juli?

Plastic free July

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Zum Plastic Free July wird jährlich in 177 Ländern aufgerufen. Nutzt auch ihr den Sommer und die Urlaubszeit, um auf Plastik zu verzichten. Lasst euch von unseren 10 Tipps inspirieren (unten auf dieser Seite). Auf dieser Seite der WWF Jugend könnt ihr euch mit anderen vernetzen und Erfahrungsberichte austauschen.

Warum es auf euch ankommt

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Plastikfreie Strohhalme, Verbot von Plastik-Einweggeschirr und keine gratis Plastiktüten mehr beim Einkauf: Politik und Wirtschaft bemühen sich, den Forderungen nach ressourcenschonenden Produkten und Verpackungen gerecht zu werden. Aber das allein reicht nicht aus, um die Plastikflut in den Weltmeeren einzudämmen.

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In Deutschland werden jedes Jahr 11,8 Millionen Tonnen Plastik verbraucht – so viel wie in keinem anderen Land in Europa. Wir alle müssen in unserem Alltag Plastik deutlich reduzieren. Das ist gerade als Familie nicht immer einfach.

"Wir produzieren global viel zu viel Plastikmüll und recyceln viel zu wenig – auch in Deutschland. Das bedroht die Umwelt, die Meere und am Ende auch uns, deshalb müssen wir jetzt handeln: Einwegverpackungen müssen teurer werden, Recyclingfähigkeit von Verpackungen muss belohnt werden, bestimmte Formen von Plastikprodukten – wie Mikroplastik in Kosmetik – gehören ganz verboten." WWF Plastikexperte Dr. Bernhard Bauske

Diese 10 Tipps helfen, euren Plastikverbrauch deutlich zu reduzieren

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Wir sind sicher, ihr macht schon vieles richtig. Das Bewusstsein, dass Plastik eine große Bedrohung ist für unseren Planeten, ist schon der Start für eine umweltschonendere Lebensweise. Wenn ihr eure Kinder für dieses Thema sensibilisiert – oder sie es mit euch Erwachsenen tun –, sind die Chancen groß, dass alle positive Verhaltensweisen mit in ihren Alltag nehmen. Auch als kleine Familie könnt ihr hier schon Großes bewirken! Diese 10 Tipps könnt ihr direkt umsetzen.

1. Plastik für die Tonne
Keine Panik! Ihr müsst euch nicht sofort neu eindecken und alles verbannen, was ihr an Plastik im Haushalt habt. Es ist völlig in Ordnung, wenn ihr die vorhandenen Produkte weiter benutzt oder langlebige Plastikartikel verwendet. Sollten die Verpackungen jedoch leer oder Plastikprodukte defekt sein, könnt ihr sie anschließend durch nachhaltige Alternativen ersetzen.

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Hinweis:

Manchmal ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, was wirklich in den Plastikmülleimer gehört.

2. Clever unterwegs
Wer unterwegs Essen und Trinken kauft, kommt an Einwegverpackungen und Plastik häufig nicht vorbei. Bereitet am besten zu Hause die Verpflegung für unterwegs vor – egal, ob es in den Kindergarten, die Schule oder zur Arbeit geht. Nutzt auf jeden Fall wiederverwertbare Brotdosen und Trinkflaschen. Diese gibt es auch aus Metall.

Seid ihr länger unterwegs, könnt ihr Trinkflaschen in vielen Restaurants und Geschäften mit Leitungswasser auffüllen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

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Tipp:

Bienenwachstücher sind einfach selbst zu machen und können hervorragend verwendet werden, um Lebensmittel zu transportieren und frisch zu halten.

3. Natürlich schön
Hand aufs Herz: Wenn ihr euch in eurem Bad umschaut, wie viele Pflegeprodukte sind in Plastik verpackt? Und wie viele davon benutzt ihr eigentlich? Vieles an Cremes, Kosmetik und Co. ist nicht nur überflüssig, sondern enthält auch Mikroplastik. Diese kleinen Partikel sind in der Umwelt nur schwer abbaubar und nicht gesund für Mensch und Tier.

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Mehr wissen:

Was genau ist Mikroplastik und wieso es so schädlich für unsere Umwelt?

Tipp:

Auch bei Windeln, Binden und Co. könnt ihr auf wiederverwendbare Produkte zurückgreifen. Verschiedene Anbieter setzen hierbei auf waschbare Alternativen aus Baumwollstoff.

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4. Küche – plastikfreie Zone
Schneidebrettchen, Kochlöffel, Pfannenwender – wenn bei eurem nächsten Einkauf Küchenutensilien auf der Liste stehen, dann greift bevorzugt zu Glas, Holz, Bambus oder anderen Naturmaterialien aus nachhaltiger Nutzung. Das schont die Umwelt und die Produkte sind häufig auch langlebiger.

Tipp:

1 Teelöffel Natron mit 1 Esslöffel Soda und ein paar Tropfen ätherisches Öl – schon habt ihr ein eigenes Spülmittel hergestellt! Rezepte für Reinigungsmittel zum Selbermachen findet ihr zahlreich im Internet. Auch zu kaufen gibt es Waschmittel und Co. unverpackt und biologisch.

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5. Plastikfreies Kinderspielzeug
Spielzeug aus Plastik ist meist in jedem Kinderzimmer anzutreffen. Es ist häufig günstiger, aber dafür auch kurzlebiger und kann schädliche Stoffe enthalten. Achtet lieber auf hochwertiges, langlebiges und schadstoffgeprüftes Spielzeug.

Hinweis:

In Bezug auf Sicherheit und Schadstoffe bei Spielzeug findet ihr bei der Verbraucherzentrale Rat.

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6. Alte Handys für den guten Zweck
„Mama, Papa, ich brauch ein neues Handy!“ Viele Kinder haben in der weiterführenden Schule ein eigenes Smartphone. Um mit Freundinnen und Freunden in Kontakt zu bleiben, erreichbar zu sein und zu fotografieren. Eine komplett plastikfreie Alternative gibt es zwar noch nicht, doch es lohnt sich, im Bekanntenkreis oder im Internet nach einem gebrauchten Smartphone zu suchen. Viele Menschen nutzen ihr Mobiltelefon nur ein oder zwei Jahre. Somit gibt es auch aktuelle Modelle secondhand.

Tipp:

Werft eure alten Smartphones nicht weg! Es gibt überall in Deutschland Sammelstellen, die alte oder defekte Mobiltelefone annehmen. Pro Gerät geht ein Betrag in ein gemeinnütziges Projekt.

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7. Natürlich (un)verpackt
In vielen Städten gibt es Unverpackt-Läden. Anders als in Supermärkten und Discountern, bei denen es kaum eine Chance gibt, auf Plastikverpackungen zu verzichten, können hier eigene Behältnisse mitgebracht und befüllt werden. Die Produkte müssen nicht unbedingt teurer sein und hier bekommt ihr zusätzliche Ideen für ein plastikfreies Leben. Alternativ gibt es auch Zero-Waste-Onlineshops, die ihre Ware klimaneutral verschicken.

Tipp:

Schaut im Internet, ob in eurer Nähe ein Unverpackt-Laden zu finden ist und probiert es aus.

8. Regional genießen
Jeden Donnerstag steht der Gemüsestand auf dem Wochenmarkt in der Nähe? Im Nachbarort betreibt die Bäuerin oder der Bauer einen Hofladen? Dann nichts wie los! Von hier könnt ihr üblicherweise alle Produkte in eigenen Behältnissen, Papiertüten oder einfach in ihrer natürlichen Verpackung (Schale) nach Hause transportieren. Wer es schnell und bequem möchte, der kann auch beim örtlichen Bauern nachfragen, ob ein Gemüse-Abo angeboten wird. Hierbei wird Gemüse und Obst, aber auch Brot, Milch, Käse und mehr in einer Kiste oder in Pfandgläsern direkt an die Haustür geliefert.

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9. Feiern ohne Reue
Es gibt viele gute Gründe zu feiern: Kindergeburtstag, Schulabschluss oder Familienfeier. Damit ihr ausgelassen feiern könnt, ohne die Umwelt zu belasten, solltet ihr auf Einweggeschirr und Co. verzichten. Habt ihr nicht genug Porzellan, bittet eure Gäste doch einfach darum, selbst etwas mitzubringen oder fragt in der Nachbarschaft. Für Disco-Stimmung sorgen alte CDs, die an die Decke gehängt werden und mit dem richtigen Licht wunderbar funkeln.

 

Tipp:

Geschenkpapier ist häufig beschichtet und kann nicht im Altpapier recycelt werden. Kreative Kinder (und Eltern) können mit Kartoffeldruck wunderbar eigenes Geschenkpapier gestalten. Eine Anleitung hierzu findet ihr hier bei uns.

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10. Nachhaltige Geschenkideen
Die meisten Kinder und Erwachsenen haben viel zu viele Dinge – vom Activity-Board bis zum Zauberkasten quellen die Schränke über. Trotzdem wollen wir alle auf Geschenke zu Geburtstagen, Familienfeiern und sonstigen Anlässen nicht verzichten.
Kinder und Jugendliche haben oft materielle Wünsche – hier lohnt es sich, nach ökologisch wertvolleren Alternativen zu suchen. Gut zum Verschenken sind auch besondere Erlebnisse und gemeinsame Zeit, die schöne Erinnerungen schaffen.

Familie ist ein wichtiger Ort für Veränderung. Helft gemeinsam aktiv mit, unseren Planeten zu bewahren.
Und wenn auf der Wunschliste noch Platz ist, könnt ihr als Familie um Spenden für euer WWF Herzensprojekt bitten.

ZDF-Reportage: Macht uns Plastik krank?

Komplett auf Plastik zu verzichten, ist wirklich eine große Herausforderung. Doch die Umstellung lohnt sich, denn Plastikmüll ist nicht nur eine Gefahr für die Meerestiere in den verschmutzten Weltmeeren, es kann auch für uns gesundheitlichen Folgen haben. Für die konventionelle Verpackung von Lebensmitteln wird fast überall Plastik verwendet. Bestimmte Plastikinhaltsstoffe, die sich auf unserem Essen ablagern, gelangen auf diesem Weg in unseren Körper. Welche Auswirkungen dies auf unsere Gesundheit hat, versucht die Sendung PUR+ im Familien-Experiment herauszufinden. Die ganze Folge findet ihr hier.

Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Meere verschmutzt und Tiere gefährdet werden.

© privat

„Als Familie auf Plastik zu verzichten, ist uns anfangs nicht leichtgefallen. Doch die Informationen des WWF haben uns beim Einstieg geholfen und uns motiviert. Wir wollen einfach nicht mehr stillschweigend hinnehmen, dass Meere verschmutzt und Tiere gefährdet werden. Und mittlerweile fällt uns die Umstellung immer leichter!“
Carola, Matteo, Jooris und Michael

Alles zu Plastik für Kinder

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© Troy Mayne / WWF

Stoppt den Plastikmüll im Meer

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© Gauthier Saillard

Weitere Alltagstipps

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