Wie geht es der Natur? Der Living Planet Report 2020 sagt es dir Der „Living Planet Report“ heißt auf Deutsch der „Bericht über den lebenden Planeten“. Darin haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom WWF und von anderen Organisationen zusammengetragen, wie es Tierarten, Pflanzenarten und deren Lebensräumen auf der ganzen Erde geht. Der Bericht für 2020 sieht wieder nicht gut aus, denn es gibt immer weniger wilde Tiere.

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Fachleute aus der ganzen Welt schauen sich regelmäßig in der Natur um. Sie zählen zum Beispiel Zebras in der Savanne Afrikas aus der Luft und Tapire im Amazonas-Regenwald mit Fotofallen. Das machen sie schon fünf Jahrzehnte so. So können sie vergleichen, welche Tierarten sich vermehrt haben und welche immer weniger werden.

© WWF UK
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Die Fachleute sammeln die Informationen von mehreren Tausend Tierarten und bringen sie zusammen im Living Planet Index, zu deutsch in einem "Verzeichnis des lebendigen Planeten". Darin vergleichen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Tierzahlen von heute mit denen der Vergangenheit. So erfahren wir, wie sich die Tierarten entwickeln und auch die Lebensräume, in denen sie leben.

Untersucht wurden rund 21.000 Bestände von mehr als 4.400 Wirbeltierarten. Das Ergebnis der Untersuchung ist leider nicht gut. Der Living Planet Report zeigt, dass die Fische, Vögel, Säugetiere, Amphibien und Reptilien auf der Welt immer weniger werden.

© WWF UK
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Seit 1970 sind die Bestände vieler Tierarten im Durchschnitt um etwa zwei Drittel geschrumpft, ganz genau sind es 68 Prozent. Das bedeutet vereinfacht: Von 1000 Tieren sind nur noch 320 übrig, von 100 Tieren nur noch 32.

Warum ist das so?

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In den vergangenen 50 Jahren ist die Erdbevölkerung von 3,7 auf rund 7,8 Milliarden gewachsen. Mehr Menschen verbrauchen mehr Land, Energie und Wasser. Sie roden Wälder für Äcker und Weiden, sie entnehmen Flüssen Wasser für Felder und Industrie. All das zusammen sorgt für mehr Treibhausgase. Dadurch erhitzt sich die Erde und trocknet aus.

Menschen überfischen die Ozeane und wildern seltene Tierarten wie Elefanten und Tiger. Menschen hinterlassen außerdem viel Müll in den Meeren und an Land. Vor allem Unmengen von Plastiksachen, die oft nur einmal verwendet und dann weggeworfen werden.

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Wir in den reichen Ländern verschwenden sehr viele Lebensmittel. Dass heißt, wir kaufen Obst, Gemüse, Brot, Käse oder Fleisch, das wir nicht rechtzeitig essen und deshalb wegwerfen müssen.

Wir verbrauchen auch viele andere Naturgüter, zum Beispiel Naturfasern für Kleidung oder Metalle für Handys und Autos.

Das alles kostet Energie, Landfläche und damit Wälder und Wiesen, die dafür verschwinden müssen. Diese Lebensräume fehlen den Tieren.

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Was können wir tun, damit es mit der Natur wieder aufwärts geht?

Die Naturzerstörung muss ein Ende haben. Es ist auch genug Natur für alle da, wir müssen nur besser mit ihr umgehen. Alle müssen mitmachen: Politikerinnen und Politiker, Unternehmen, Städte, Gemeinden – und jede und jeder einzelne von uns.

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Die Lösung: Mit mehr Schutzgebieten, einer naturfreundlichen Landwirtschaft und weniger Verschwendung könnten wir unsere Artenvielfalt besser schützen. So fordert der WWF die Bundesregierung in Deutschland auf, sich dafür einzusetzen, dass rund ein Drittel der Erde bis 2030 geschützt werden.

Gute Nachricht: Die Europäische Union aus 27 Ländern hat das schon vor. Nur muss es noch beschlossen werden. Darauf drängt der WWF jetzt in allen Ländern.

Außerdem macht sich der WWF dafür stark, dass der Klimawandel bis 2050 abgebremst wird. Und dass sich die natürlichen Lebensräume nicht mehr weiter verschlechtern.

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Auch du kannst mithelfen

Deine kleinen Schritte können Großes bewegen

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Zum Beispiel so:

1 Gründe eine Gruppe mit deinen Freunden, in deiner Schule oder im Verein, um unserer Erde zu helfen – zum Beispiel, indem ihr Bäume pflanzt oder Energie spart.

2 Denke über das Essen nach: Besser ist es, mehr pflanzliche Speisen zu essen! Für 1 Kilogramm Rindfleisch wird 70-mal so viel Landfläche benötigt wie für 1 Kilogramm Gemüse.

3 Schreibe Politikern und Politikerinnen: Erzähle ihnen von Umweltproblemen, die euch am Herzen liegen! Frage sie, wie sie etwas verbessern wollen.

© Laura Allenfort / WWF
© WWF

4 Schaffe in deinem Garten oder auf deinem Balkon Lebensräume für Tiere - zum Beispiel mit Blütenpflanzen für Bienen und Schmetterlinge oder einem Insektenhotel.

5 Benutze weniger Plastik und verwende es mehrmals.

6 Kaufe Dinge, die lange halten und sich reparieren oder wiederverwenden lassen.

7 Entdecke die kleinen Wunder der Natur überall in deiner Umgebung und helfe mit, dass sie erhalten bleiben.

© Donné Beyer
Den Living Planet Report für Erwachsene kannst du deinen Eltern und deiner Lehrerin oder deinem Lehrer zeigen.
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