Wir schützen die Tiger Wenn sie brüllen, gehen alle in Deckung. Doch das hat ihnen leider nichts genutzt. Sehr viele Tiger wurden in der Vergangenheit getötet. Doch in den letzten Jahren ist ihre Zahl wieder auf fast 3.900 Tiere angestiegen. Weil der WWF und viele andere sich gekümmert haben.

Komm mit in die Welt der Tiger

Schon immer hatten Menschen großen Respekt vor dem Tiger und gaben ihm deshalb Namen wie Majestät, König oder Herrscher. Weil er stark und schnell ist und so ein tolles Fell hat.

Der Tiger ist aber auch wichtig für die Natur. Ohne ihn als größten Beutejäger kann sich ein ganzes Ökosystem in kurzer Zeit verändern, mit Folgen für viele anderen Tierarten.

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Hier fühlen sie sich wohl

Was brauchen Tiger, damit es ihnen gut geht? Vor allem ein großes Revier in einem dichten Wald mit genügend Beute. Für dichte Wälder und hohes Gras sind Tiger auch perfekt „angezogen“, denn die Streifen auf ihrem Fell verschmelzen mit den Bäumen und Büschen. Die Tiger sehen dann von weitem so aus wie Äste oder Gräser. Das bedeutet: Sie können sich also leicht verstecken. Jeder Tiger hat sein eigenes Streifenmuster, das es nur einmal auf der Welt gibt!

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Jagen und Fressen

Ein Tiger frisst ungefähr 8 Kilogramm Fleisch jeden Tag. Das ist so viel, als würdest du täglich etwa 80 Bratwürste oder 40 Portionen Spagetti essen. Ein Tiger kann aber auch tagelang nichts fressen – oder 30 Kilogramm auf einmal verschlingen!

Sein Lieblingsfressen sind neben Hirschen und Wildrindern auch Antilopen und Wildschweine, Affen und Vögel. Ausgewachsene Tiger erbeuten durchschnittlich 40 bis 70 große Huftiere im Jahr.

Kennst du alle Unterarten des Tigers? Und weißt du, wo sie leben?

Amur-Tiger

Amur-Tiger
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Bengal-Tiger

Bengal-Tiger
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Sumatra-Tiger

Sumatra-Tiger
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Indochinesischer Tiger

Indochinesischer Tiger
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Malaysia-Tiger

Malaysia-Tiger
Howard Cheek / WWF Greater Mekong

Südchinesischer Tiger

Südchinesischer Tiger
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Wo die Tiger leben

Wo die Tiger leben

Der Bali-Tiger ist bereits ausgestorben

Der Bali-Tiger ist bereits ausgestorben

Tiger

• haben starke Muskeln, kräftige Schultern und einen langen Schwanz,
• laufen wie alle Katzen auf ihren Zehen,
• besitzen lange scharfe Krallen an den Zehen, die beim Laufen eingezogen sind,
• haben lange Eckzähne und scharfe Reißzähne (das sind die ersten Backenzähne gleich hinter den Eckzähnen),
• dazu eine raue Zunge, mit der sie Fleisch vom Knochen der Beute abschaben können,
• besitzen supergute Augen, mit denen sie auch im Dunkeln sehen, und
• feine Tasthaare am Maul.

Bauplan der Natur

© WWF
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Schon gewusst?

Tiger kühlen sich gerne im Wasser von der Tageshitze ab. Anders als viele andere Katzen sind sie gute Schwimmer. Jungtiger lieben es, im Wasser zu spielen.

Die Internationale Rote Liste sagt: Amurtiger, Bengaltiger und Indochinesischer Tiger sind "stark gefährdet", Südchinesischer Tiger, Sumatra-Tiger und Malaysia-Tiger sogar "vom Aussterben bedroht". Warum?

Gefahren für Tiger

Vor mehr als 100 Jahren, im Jahr 1900, streiften noch rund 100.000 Tiger durch die Wälder Asiens. Heute leben dort nur noch etwa 3.890 Tiger in freier Wildbahn. Früher jagten vor allem reiche Leute die Tiger, um sich ihr Fell oder ihren Kopf an die Wand zu hängen. Dann wurden auch noch immer mehr Wälder gerodet, um für die wachsende Bevölkerung Holz zu gewinnen und Plantagen, Felder, Siedlungen und Straßen anzulegen. Dazu kommt, dass es in vielen Regionen zu wenige Beutetiere gibt, die die Tiger fressen können, weil Menschen sie bereits gejagt haben. Heute jagen Wilderer Tiger auch, um aus ihren Körperteilen angebliche Medizin herzustellen – obwohl es keinen Beweis gibt, dass sie wirkt.

Was der WWF tut

In den letzten 50 Jahren hat der WWF mit seiner Arbeit mitgeholfen, dass der Tiger nicht schon längst ausgestorben ist. Heute hilft der WWF mit seiner Arbeit in ganz vielen Projekten, dass der Tiger überlebt und es endlich wieder mehr Tiger gibt statt immer weniger.

So setzt der WWF sich zum Beispiel dafür ein,

1. keine Produkte oder Medikamente mehr herzustellen und zu verkaufen, für deren Herstellung Tiger getötet wurden,
2. neue Schutzgebiete einzurichten,
3. bestehende Schutzgebiete besser zu überwachen,
4. Zöllner fortzubilden, damit sie bei der Kontrolle an der Landesgrenze illegal geschmuggelte Körperteile von Tigern erkennen können – und die Schmuggler festnehmen,

© WWF
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5. Schutzgebiete mit Regenwald-Korridoren zu
verbinden, damit die Tiger dazwischen hin- und her wandern können,
6. dass weniger Wald gerodet wird,
7. Tiger regelmäßig zu zählen,
8. mehr Wildhüter auszubilden und mit Arbeitsgeräten und passender Kleidung besser auszustatten,

9. die Menschen in Tigergebieten, besonders Kinder, über das Verhalten der Tiger aufzuklären, damit sie ihnen sicher aus dem Weg gehen können,
10. Menschen mit Geld zu helfen, deren Nutzvieh von Tigern gerissen wurde, damit sie Tiger nicht aus Rache oder Angst töten,
11. Menschen zu helfen, mit lebenden Tigern und gesunden Tigerwäldern Geld zu verdienen – zum Beispiel durch Touristen, und
12. Wälder naturnah zu bewirtschaften, damit Tiger sich darin wohlfühlen.

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Was du tun kannst

Kaufe im Urlaub die richtigen Souvenirs. Unsere Chancen stehen gut: Wenn viele mithelfen, werden wir gemeinsam die Tiger retten können.

Kennst du schon die Bonobos?
Wie zählt man eigentlich Tiger?