Unsere Herbst-Tipps: Suchen, sammeln und viel Spaß haben

Jetzt ist die Natur ein besonderer Abenteuerspielplatz: Wer erntet die leckersten Äpfel? Wer findet die schönsten Kastanien und Eicheln? Was kannst du aus ihnen basteln? Wie baust du eine echte Waldhütte? Und wer ruft jetzt laut im Wald? Wir verraten es dir.

Im Herbst gibt es draußen auf den Feldern und in den Wäldern jede Menge zu entdecken und zu ernten: Von saftigen Äpfeln und dicken Kürbissen bis zu Kartoffeln und Nüssen. Und natürlich gibt's die tollen bunten Blätter! Wir haben 15 Tipps für dich, was du jetzt in der Natur und mit der Natur Schönes machen kannst.

Tipp 1: Äpfel ernten

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Jetzt sind die meisten heimischen Apfelsorten reif. Auf manchen Streuobstwiesen kannst du sie für wenig Geld selber pflücken. Klettern, ernten oder im Gras aufsammeln – das macht eine Menge Spaß. Dabei kannst du ausprobieren, welcher Apfel dir am besten schmecken. Denn es gibt rund 1.500 Apfelsorten bei uns. Also viiiieeeel mehr als du im eurem Supermarkt kaufen kannst.

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Schon gewusst?

Wenn du Obstbäume siehst, die ein gelbes Band tragen, darfst du dort kostenlos ernten, ohne jemanden zu fragen. Das ist eine Aktion des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Zu ernten gibt es aber noch viel mehr als Äpfel: Zum Beispiel ...

Birnen

Birnen
© Kari Schnellmann / WWF

Pflaumen

Pflaumen
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Walnüsse

Walnüsse
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Kartoffeln

Kartoffeln
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Doch halt: Kartoffeln wachsen nicht auf Bäumen, sondern unter der Erde. Genauer: auf einem Acker, wo sie angebaut werden. Da darfst du nicht einfach mitnehmen, was da liegt. Doch so manche Bauernhöfe laden im Herbst zu einem Kartoffel-Erntetag ein, wo du mit deiner Familie eure eigenen Kartoffeln für wenig Geld auf einem Feld aufsammeln kannst.

Tipp 2: Hirsche röhren hören

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Jetzt im Herbst kannst du Hirschmänner in der Abenddämmerung rufen hören. Das ist oft dröhnend laut, denn sie wollen damit Weibchen (die Hirschkühe) anlocken und andere Männchen einschüchtern. Schließlich ist jetzt Paarungszeit bei Hirschen. Dann kämpfen die Männchen auch schon mal miteinander, indem sie mit ihren Geweihen aufeinander losgehen.

In einigen Wäldern gibt es jetzt Führungen zu Orten, wo du Hirsche röhren hören und manchmal sogar dabei beobachten kannst. Frag mal nach bei dem Forstamt in eurer Nähe.

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Tipp 3: Bucheckern sammeln

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Bucheckern sind die Früchte der Rotbuche. Sie sind dreikantig, etwa 1,5 Zentimeter groß und stecken in einer braunen stacheligen Schale. Wildschweine, Eichhörnchen, Mäuse und so manche Vögel lieben Bucheckern.

Doch anders als Tiere solltest du sie nicht roh essen, das gibt Bauchschmerzen. Du musst sie rösten und zum Beispiel über Salat streuen, das ist superlecker. Zu Mehl gemahlen, können Bucheckern auch für Brot oder Kekse verwendet werden.

Bucheckern schmecken leicht nussig und sind reich an Mineralstoffen, Zink und Eisen.

 

Schon gewusst?

Alle paar Jahre wachsen besonders viele Bucheckern. In diesen "Mastjahren" fressen sich Waldtiere wie Wildschweine so richtig den Bauch voll. Andere wie Eichhörnchen und Mäuse legen besonders große Wintervorräte an. Aus den Vorräten, die sie vergessen, wachsen dann im kommenden Jahr neue kleine Buchenbäumchen.

Was kannst du noch im Herbstwald sammeln?

Kastanien

Kastanien
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Esskastanien

Esskastanien
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Zapfen

Zapfen
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Eicheln

Eicheln
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Tipp 4: Tierfiguren basteln

Aus Kastanien und Eicheln kannst du lustige kleine Figuren und Tiere basteln.
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Du brauchst: Kastanien und Eicheln sowie Zahnstocher, mit denen du deine Fundstücke zusammensteckst. Lass dir von einem Erwachsenen dabei helfen.

So gehts: Um ein Männchen oder Tier zu basteln, nimmst du kleinere Eicheln als Füße und Arme und etwas größere Kastanien als Bauch und Kopf. Füße und Arme verbindest du mit je einem Zahnstocher mit dem Bauch. Genauso befestigst du den Kopf mit dem Bauch. Als Mütze kannst du zum Beispiel die Kappe einer Eichel verwenden. Augen kannst du aufmalen oder du klebst kleine Wackelaugen drauf.

Du kannst deinen Tieren auch ein Gehege bauen. Dazu nimmst du einfach dünne Zweige und bindest sie mit Paketschnur zusammen.

Tipp 5: Kaufladen befüllen

Wenn du einen Kaufladen hast, kannst du darin natürlich alle Kastanien, Eicheln und Bucheckern als Ware benutzen. Genauso übrigens wie Nüsse, Hagebutten oder kleine Zapfen von Fichten oder Kiefern.

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Tipp 6: Mit Blättern basteln

So gehts: Zunächst trocknest du sie. Am besten legst du die gesammelten Blätter zwischen zwei Papiere und steckst sie für ein paar Tage in ein dickes Buch, dann werden sie schön glatt und lassen sich gut verarbeiten. Anschließend kannst du mit den Blättern vieles dekorieren und verschönern – deinen Schulordner, deine Eingangstür, dein Fenster oder was dir noch so einfällt.

Tipp 7: Eine Waldhütte bauen

© Paula Kuchheuser

Im Wald eine eigene Hütte haben und von dort aus Tiere beobachten? Das geht einfacher, als du denkst. Nicole vom Junior-Team hat es ausprobiert. Hier ist ihr Tipp.

Tipp 8: Kürbis-Künstler werden

© Donné Beyer

Ein echter Kürbis, der auf der Fensterbank steht und im Dunkeln leuchtet, das sieht schon echt geheimnisvoll aus. Wie du am besten aus einem Kürbis ein Kunstwerk machst – und danach aus dessen Inhalt noch eine leckere Suppe zauberst –, das zeigen wir dir auf dieser Seite.

Tipp 9: Getreide mahlen und ein Brot backen

Jetzt im Herbst gibt es frisches Getreide vom Feld. Das gibt es meist im Naturkostladen zu kaufen. Du brauchst außerdem: Eine Getreidemühle oder eine alte Kaffeemühle, mit der du das Korn zu Mehl mahlst. Dazu noch Hefe und etwas Salz.

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So geht's: Nimm ein einfaches Rezept zum Brotbacken aus eurem Rezeptbuch zu Hause oder dem Internet, zum Beispiel hier. Damit kannst du dann mit Hilfe eines Erwachsenen loslegen. Viel Spaß!

Tipp 10: Aus Kartoffeln Stempel machen

Wenn du eine rohe Kartoffel halbierst, kannst du aus beiden Hälften tolle Stempel basteln und damit T-Shirts oder Taschen verschönern. Hier findest du die einfache Anleitung.

© Silke Hermann
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Tipp 11: Blumenzwiebeln pflanzen für Insekten

Ob Balkon oder Garten: Jetzt im Herbst, bevor der Boden friert, ist die allerbeste Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Dann hast du im nächsten Frühjahr tolle Blühpflanzen, die für Bienen und andere Insekten als Nahrung superwichtig sind.

Diese Frühblüher sind eine prima Bienennahrung

Märzbecher

Märzbecher
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Wilde Tulpe

Wilde Tulpe
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Kleine Traubenhyazinthe

Kleine Traubenhyazinthe
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Geflecktes Lungenkraut

Geflecktes Lungenkraut
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Frühlingskrokus

Frühlingskrokus
© Donné Beyer

So gehts: Einfach kleine Löcher graben – so tief, dass auch die Spitze der Blumenzwiebel nach dem Wiederzuschaufeln gut mit Erde bedeckt ist. Zwiebeln mit der Spitze nach oben in das Loch setzen, dann Erde drauf. Schon gegen Ende des Winters wirst du beobachten können, wie die ersten kleinen Blättchen aus dem Boden herauskommen.

Tipp 12: Pilze suchen

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Im Herbst ist Zeit, um im Wald nach essbaren Pilzen zu suchen. Schnapp dir den Pilzkenner oder die Pilzkennerin in deiner Familie und dann nichts wie los. Wir zeigen dir, worauf du am besten achtest.

Tipp 13: Hagebuttenkette basteln

© Donné Beyer

Du brauchst: etwa 30 Zentimeter langen Schmuckdraht und Hagebutten, die Früchte des Rosenstrauchs.

So gehts: Auf den Draht steckst du mehrere Hagebutten. Dann drehst beide Enden zusammen, damit keine Hagebutte abfallen kann. Anschließend befestigst du eine Schnur an dem Draht und hängst deine Hagebutten- kette dort auf, wo sie dir am besten gefällt.

Tipp 14: Vogelfutter selber machen

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Vögel mögen Beeren wie die Vogelbeere (anderer Name für die Eberesche, Bild oben), Hagebutte, Holunder, Brombeere, Heidelbeere (Bild rechts), Schlehe oder Weißdorn. Sammle doch ein paar Früchte für sie und hebe sie als Winterfutter auf. Einfach bis zum Winter einfrieren.

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Zusätzlich kannst du Samen von Gräsern, Klette und Löwenzahn (im Bild) sammeln. Sie enthalten viel Eiweiß, Fett und Stärke und sind echte Kraftnahrung für Vögel. Du kannst deine gesammelten Samen am besten im kühlen Keller in einem Stoffbeutel aufheben. Oder sie auch für einen Meisenknödel verwenden.

Tipp 15: Stockbrot selber machen

Feinen Teig um einen selbstgeschnitzten Stock wickeln und dann über einem prasselnden Lagerfeuer oder Feuerkorb knusprig backen – das ist einfach lecker und macht obendrein gute Laune! Hier findest du unser Rezept, in vielen WWF Junior Camps erprobt.

 

© Flo Gruenhaeuser, Lena Fruehschuetz

Schon gewusst?

Du darfst Blätter, Moos, Kastanien und andere naturdinge aus dem Wald oder von einer Wiese mitnehmen. Aber nur so viel, wie du selbst zum Basteln verwenden kannst iund wie du tragen kannst. So fügst du der Natur keinen Schaden zu. Ist der Wald oder die Wiese ein Naturschutzgebiet, darfst du nichts mitnehmen. Ein Naturschutzgebiet erkennst du meist an Hinweistafeln am Weg.

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