Kompost kannst du selber machen Kompost ist Kraftstoff für den Boden. Mit ihm kannst du ganz natürlich deinen Garten düngen – und mit einem Komposthaufen Tieren ein Zuhause schaffen.

Was genau ist Kompost?

Hochwertige Humuserde, entstanden aus Garten- und Küchenabfällen, die von unzähligen Regenwürmern und anderen fleißigen Kleinlebewesen umgelagert, verdaut und ausgeschieden werden.

© Donné Beyer
© Donné Beyer

Wie entsteht Kompost?

Wenn Dinge aus Pflanzen auf einem feuchten Haufen oder in einer Holzkiste liegen und zusammengedrückt werden. Dann werden Bodenbakterien aktiv und erzeugen durch ihr Fressen und Verdauen Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius – fast so warm wie in einem Backofen!

© WWF

Was brauchst du für deinen Komposthaufen?

  •     Einen Garten – bei euch zu Hause, in der Schule oder im Verein,
  •     feste Gartenhandschuhe,
  •     eine Gartenschere und
  •     eine Kompostkiste aus Holzlatten, die gibt's im Baumarkt. Kompost kannst du auch als Hügel aufschichten wie im Bild oben. Der braucht zwar etwas mehr Platz, dafür kommst du an den Kompost leichter mit der Schaufel heran.

So geht's:

Suche dir eine schattige Stelle im Garten für deinen Komposthaufen oder deine Kompostkiste. Die Kiste musst du natürlich noch zusammenbauen.

Was kann da alles rein?

  • Alle Pflanzenteile, die du im Garten abschneidest oder die heruntergefallen sind – zum Beispiel Rasenschnitt, Blätter, verblüte Pflanzenteile. Äste auch, die solltest du in kleine Stücke schneiden.
  • Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffee- und Teesatz und Eierschalen.
  • Alte Blumentopferde, Holzspäne und Stroh.
© Donné Beyer
© Donné Beyer

Tipps für Profis

Die vielen kleinen Bodentiere zersetzen eure Gartenabfälle besonders gut zu frischer Komposterde, wenn du deinen Kompost regelmäßig gießt und ab und zu etwas Erde über die Grünabfälle gibst.

Wann ist der Kompost reif?

Etwa nach 9 bis 12 Monaten. Nimm die Erde von unten aus der Kompostkiste, die ist als erstes reif (oben drauf ist ja noch unzersetzter Abfall). Diese neue Erde kannst du dann in deinem Garten verteilen.

© WWF

Wie wird der Kompost ausgebracht?

Am besten ist einen dünne Schicht von wenigen Zentimetern, die du einfach auf den Boden gibst. Mache das am besten an einem trüben Tag. Denn dein Kompost steckt noch voller kleiner Lebewesen – zum Beispiel vielen winzigen Regenwurmkindern – die bei starker Sonne rasch vertrocknen würden, wenn sie sich nicht rasch genug verkriechen können.

© Donné Beyer
© Donné Beyer

Noch besser ist es, wenn du den verteilten Kompost noch etwas mit etwas Grasschnitt oder Blättern abdeckst.

Ist dein Kompost noch grob, kannst du auch kleine Haufen in deinem Garten ausbringen. In wenigen Wochen haben deine Gartenbewohner die kleinen Hügel ganz natürlich „kleingemacht“.

Deine Pluspunkte

• Du erhältst aus Abfall einen Turbodünger für deinen Garten,

• du schützt Klima und Natur, weil du auf Torf verzichtest,

• du sparst Geld für teuren Extradünger und

• du hast eine Menge Spaß!

© Donné Beyer
© WWF

Der Komposthaufen ist auch ein Zuhause

Im späten Herbst ziehen sich dort gerne Igel, Siebenschläfer oder Kröten zurück und bauen sich dort eine kuschelige Unterkunft für ihren Winterschlaf. Deshalb ab November bitte nicht mehr im Kompost herumwühlen, damit die Tiere ihre Ruhe haben.

Stempel machen aus Kartoffeln