Geheimnisse der Brennnessel Brennnesseln können brennen, das hast du sicher schon erlebt. Warum tun sie das? Wie kannst du sie trotzdem essen und warum sind sie für Insekten so wichtig? Das verraten wir dir!

Brennnesseln sammeln mit Carolin und Christian

© WWF
© iStock / GettyImages

Wie zupfe ich Blätter, ohne dass es brennt?

Carolin erklärt im Video, wie du die Brennnessel berühst, ohne dass es brennt. Du kannst auch beim Zupfen auch Gartenhandschuhe anziehen. Junge Pflanzen brennen außerdem weniger als ältere.

Warum brennen Brennnesseln?

© ThinkstockPhotos

Berührst du eine Brennnessel mit deiner Haut, kann es an der Stelle ganz schön brennen. Das machen viele kleine Brennhaare, die überall am Stängel und an den Blättern der Pflanze sitzen. Schau mal genau hin, dann erkennst du sie.

Das funktioniert so:

Berührst du oder ein Tier die Brennnessel auch nur ganz leicht, brechen die oberen Spitzen der Brennhaare ab. Ihr unterer Teil, der noch an der Pflanze sitzt, wird so zu einer Art winziger Spritze. Er sticht in die Haut und gibt dabei eine Flüssigkeit ab. Die brennt, weil sie Ameisensäure enthält. Die Haut schwillt dann für kurze Zeit leicht an, heilt aber meist rasch wieder ab.

Warum tut die Brennnessel so etwas?

Sie verteidigt sich damit! Sie schützt sich mit ihrem Brennsaft davor, von großen Tieren gefressen zu werden. Kleinere Tiere hingegen sind so clever, dass sie um die Brennhaare herum die Blätter anfressen.

Vor allem für mehr als 50 Schmetterlingsarten ist die Brennnessel eine lebenswichtige Futterpflanze.
© Sabine Steghaus-Kovac / WWF

Glühwürmchen mögen ebenfalls Brennnesseln. Aber auch für Menschen sind sie lecker. Und nicht nur das: Junge Brennnesseltriebe enthalten etwa doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange und mehr Eiweiß als Sojabohnen. Sie sind also richtig gesund!

© Donné Beyer

Unser Tipp 1:

Von jungen Brennesseln kannst du jeweils die obersten vier bis sechs Blätter zupfen und mit Wasser, Salz und Pflanzenöl zu einer Suppe kochen. Dabei verlieren die Blätter ihre Brennwirkung und es brennt nicht auf der Zunge! Schmeckt auch lecker in einem Gemüseauflauf oder als Brennnesselspinat.

Unser Tipp 2:

Auch roh kannst du die Blätter essen. Dazu wickelst du sie zuerst in ein Tuch. Dann legst du sie für ein paar Minuten in warmes Wasser und wringst das Tuch anschließend aus. So verlieren die Blätter ihre Brennwirkung. Du kannst sie auch für Tee trocknen. Die Erntezeit der Blätter ist von April bis September.

© D. Beyer

Superdünger für den Garten

Brennnesseln sind ein kostenloser Superdünger für den Garten. Einfach die Brennnesseln in einen Eimer Wasser stecken, zudecken und 14 Tage stehen lassen. Vor dem Gießen noch mit Wasser verdünnen. Etwa so: Zehn Teile Wasser, ein Teil Brennnesselbrühe. Das ist eine tolle Stärkung für Pflanzen!

Such den Frosch!
Bau ein Haus für die Fledermaus