Gewässer entdecken

Flüsse, Auen, Seen und Küste: Im und am Wasser gibt es viel zu erleben und erkunden. Unternehmt ein spannendes Abenteuer am See, lernt faszinierende Tier- und Pflanzenarten im Bach kennen oder schützt gemeinsam Flüsse, Seen und Meeresküsten: So erlebt ihr Gewässer als Familie.

Familienabenteuer am und im Wasser

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Wasser lädt zum Spielen und kreativ sein ein. Zum Beispiel

Steine flitschen: Sucht euch einen flachen Stein und schleudert ihn so auf die Wasseroberfläche, dass er möglichst oft auf dem Wasser hüpft, bevor er untergeht. Wer schafft die meisten Hüpfer?

Sandburg bauen: Könnt ihr euren Burggraben mit Wasser füllen oder versickert es zu schnell?

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© Nicole Barth / WWF

Wasserlabyrinth graben: Buddelt am Ufer oder Strand eine Rinne, in der das Wasser, wenn du es am Anfang hineingießt, wieder in den See, Fluss oder ins Meer zurückfließt.

Wasser transportieren: Welches Team schafft es, mit bloßen Händen das meiste Wasser vom Bach in seinen 10 Meter entfernten Eimer zu bringen?

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Steine angeln: Versucht so viele Steine wie möglich nur mit den Füßen aus dem Bach oder See herauszuangeln. Eure Hände dürft ihr dabei nicht benutzen. Wer die meisten Steine angelt, gewinnt.

Blätter-Wettpusten: Jedes Familienmitglied legt ein Blatt auf die Wasseroberfläche eines ruhigen Gewässers. Auf Kommando pustet ihr los und wer das eigene Blatt zuerst ans vorher festgelegte Ziel bewegt, gewinnt.

Wichtig:

Achtet bei den Spielen darauf, dass Tiere nicht gestört werden und baut alles wieder ab, was ihr in der Natur verändert habt.

Natürlich gibt es noch so viel mehr Möglichkeiten, am Wasser Spaß zu haben

Mit dem Boot den Fluss hinab

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Ob Kajak, Kanu, Schlauchboot oder mit einem Stand-up-Paddleboard – eine gemeinsame Tour auf dem Wasser ist eine gute Gelegenheit, um auch abgelegene Ecken eines Gewässers zu erkunden und zur Ruhe zu kommen. Boote oder Stand-up-Paddleboards könnt ihr an vielen Seen und Flüssen ausleihen und lospaddeln.

 

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Durch die Auen wandern

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Auen sind natürliche Überschwemmungsgebiete der Flüsse. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Besonders viele Libellen- und Vogelarten fühlen sich hier wohl, aber auch der Biber ist hier wieder zuhause. Nutzt wie hier an der Mittleren Elbe die Wanderpfade entlang der Gewässer für eure Entdeckungstour und versucht so viele verschiedene Arten wie möglich zu sehen. Mit einer Becherlupe könnt ihr auch kleine Tiere wie Flohkrebse oder Larven beobachten. Setzt die Tierchen danach wieder vorsichtig zurück.

Einen Staudamm bauen   

Biber bauen Staudämme in Flüssen, um ihren Bau darin zu schützen. Schafft ihr es auch, einen Bach nur mit Naturmaterialien aufzuhalten? Baut den Damm ab, bevor ihr nach Hause geht, damit der Bach ungehindert weiterfließen kann. 

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Ein eigenes Bötchen basteln

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Papierschiffchen sind fein. Doch schaut euch um: Am Ufer findet ihr bestimmt viele Naturmaterialien wie angeschwemmtes Holz, Stöckchen, Blätter und Rinde. Daraus könnt ihr ganz besondere kleine Boote bauen, die ihr im Bach oder Fluss hinabschwimmen lasst. Wie lange könnt ihr euer Bötchen begleiten, bevor ihr es aus den Augen verliert?

Im See und Fluss schwimmen

In der Sommerhitze ist es das schönste Gefühl der Welt, sich endlich in einem kühlen Gewässer zu erfrischen. Doch in vielen Flüssen und Seen ist Schwimmen nicht erlaubt und das aus gutem Grund.

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© Claudia Masur / WWF

Es gibt Tier- und Pflanzenarten, die nicht gestört werden dürfen oder es ist für Menschen zu gefährlich.

Informiert euch also am besten, bevor ihr eure Schwimmsachen einpackt. Vor allem sollte es eine professionelle Badeaufsicht geben.

Bitte beachtet außerdem:

Wasser kann selbst für sichere Schwimmende gefährlich werden. Flüsse haben meist eine viel stärkere Strömung, als man ihnen ansieht. Und in Seen können Müll, schlammiger Boden und plötzliche Temperaturunterschiede zur Gefahr werden. Informiert euch vorab und seid immer vorsichtig!

Achtet außerdem auf eure Körpertemperatur. Auch an warmen Tagen kühlt der Körper im Wasser schnell aus. Spätestens wenn ihr anfangt zu zittern oder die Lippen blau werden, ist es höchste Zeit sich abzutrocknen.

Seid auch beim Spielen am Wasser vorsichtig, teilweise fallen Ufer sehr steil ab. Und bei einer Bootstour sind natürlich Sicherheitsvorkehrungen und Schwimmwesten ein Muss.

 

Statt ins Wasser zu springen, könnt ihr auch eure Schuhe ausziehen und barfuß durch den Bach oder am Seeufer entlang spazieren. Das macht allen viel Spaß!

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Artenvielfalt der Gewässer

© J. Fieber igreen media / WWF

Bäche und Flüssen mit ihren Auen sowie Seen und Meeresküsten sind besonders artenreiche und zugleich bedrohte Lebensräume. Schaut mal, welche interessanten Tierarten ihr auf euren Touren alles entdecken könnt. Vielleicht sogar eine Wasseramsel wie im Bild oben? Sie ist der einzige einheimische Singvogel, der tauchen und schwimmen kann.

 

Der Feuersalamander

Den bis zu 20 Zentimeter langen Schwanzlurch findet ihr mit etwas Glück an kleinen Bächen in Buchenwäldern. Obwohl er zu den Amphibien gehört, verbringt er viel Zeit an Land. Die Fleckung ist bei jedem Tier etwas anders.

© Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF

Interessant ist, dass die Farbe des Untergrundes während der Larvenentwicklung Einfluss auf die Fleckenzeichnung hat. Besonders ist beim Feuersalamander auch, dass er Larven mit ausgebildeten Vorder- und Hinterbeinen zur Welt bringt.

Schon gewusst?

Früher dachte man, Feuersalamander wären übernatürliche Wesen, die mit ihren Kräften Feuer löschen können.

Flusskrebse

© Blickwinkel

Wo Flusskrebse leben, ist die Wasserqualität meist noch in Ordnung, denn sie reagieren sehr empfindlich auf Verschmutzung. Der Steinkrebs (im Bild) ist mit bis zu 8 Zentimetern die kleinste europäische Flusskrebsart.

Der bis zu 10 Zentimeter lange Dohlenkrebs ist der seltenste deutsche Krebs. Er ist durch Verschmutzung, eingeführte fremde Krebsarten und die Krebspest vom Aussterben bedroht. Er kommt nur noch in Baden-Württemberg vor.

Schon gewusst?

Flusskrebse gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Es gibt sie bereits seit rund 250 Millionen Jahren.

Das Flussneunauge

© Blickwinkel

Neunaugen sind die Vampire der Fischwelt: Mit ihrem runden Maul saugen sie sich an anderen Fischen fest und fressen deren Gewebe bis sie satt sind und sich wieder lösen. Zum Laichen, also dem Ablegen ihrer Eier, müssen die Flussneunaugen den Fluss hinaufschwimmen. Dabei stören allerdings, wie bei anderen wandernden Fischarten auch, viele Wehre und Talsperren. Deshalb ist die Art in Deutschland gefährdet.

Schon gewusst?

Neunaugen haben nicht etwa neun Augen, sondern sieben runde Kiemenöffnungen, die schnell mit Augen verwechselt werden. Und sie sind lebende Fossilien, die bereits seit etwa 500 Millionen Jahren auf der Erde leben.

Der Fischotter

© Ralph Frank

In WWF-Projektgebieten im Nordosten Deutschlands wie an der Mittleren Elbe oder in der Schaalsee-Landschaft sind Fischotter wieder öfter anzutreffen. In vielen Bundesländern gelten sie weiterhin als ausgestorben. Fischotter können 16 Jahre alt werden und ernähren sich nicht nur von Fischen, sondern auch von Amphibien und kleinen Säugetieren.

Schon gewusst?

Otter sammeln Lieblingssteine, die sie unter ihrem Arm aufbewahren und zum Spielen benutzen. Seeotter setzen sie auch als Werkzeuge zum Aufbrechen von Schalentieren ein.

Der Eisvogel

© Blickwinkel

Den farbenfrohen Eisvogel könnt ihr an Seen oder langsam fließenden Flüssen beobachten. Er braucht steile Böschungen, um dort seine Bruthöhlen anzulegen. Der Eisvogel ernährt sich von kleinen Fischen und Insekten. Zwar ist er in Deutschland noch nicht als gefährdet eingestuft, doch Wasserverschmutzung, Erderhitzung und künstliche Eingriffe an See- und Flussufern könnten das ändern.

Schon gewusst?

Wahrscheinlich stammt der Name Eisvogel nicht von dem Wort „Eis", sondern vom althochdeutschen „eisan“, was schimmernd oder glänzend bedeutet.

Und es gibt noch mehr besondere Arten am und im Wasser zu entdecken – zum Beispiel:

Biber

© Thomas Stephan / WWF

Laubfrosch

© Donné Beyer

Flussseeschwalbe

© ThinkstockPhotos

Bachforelle

© Wild Wonders of Europe / Martin Falklind / WWF

Ringelnatter

© Andrija Vrdoljak / WWF

Und an der Nordseeküste sogar Seehunde

© WWF

WWF-Naturschutzprojekte am Wasser erkunden

© Peter Jelinek / WWF
Hier findet ihr Infos zu Projektregionen des WWF in Deutschland

Gewässer gemeinsam schützen

© Ralph Frank / WWF

Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen unseres Planeten. Doch durch Verschmutzung, Plastikmüll und Erderhitzung sind viele natürliche Gewässer gefährdet. So könnt ihr gemeinsam unsere Gewässer schützen:

Reduziert euren Plastikverbrauch

Indem ihr möglichst verpackungsfrei einkauft! Geht zum Beispiel in Unverpackt-Läden oder wählt im Supermarkt loses Obst und Gemüse. Achtet auf korrekte Müllentsorgung und sammelt Müll in der Natur ein. Hier findet ihr heraus, wie ihr selbst eine Müllsammelaktion starten könnt.

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Warum ist Plastik so gefährlich?

Jeden Tag landen Unmengen an Plastikmüll im Wasser und gefährden dort Pflanzen, Tiere und auch uns Menschen. Plastik ist für die Umwelt besonders gefährlich, da es so lange haltbar ist. Ein Apfel zersetzt sich in der Natur innerhalb von zwei Monaten, eine Plastikflasche braucht dagegen 450 Jahre. Im Wasser ist das besonders schlimm, da sich Tiere an dem Müll verletzen oder sich darin verfangen. Außerdem fressen Tiere den Plastikmüll und viele verenden daran. Mikroplastik-Partikel schaffen es sogar in unsere Körper. In den Weltmeeren bilden sich außerdem riesige Müllstrudel, die immer weiterwachsen und nur sehr schwer bekämpft werden können. Mehr über Plastikmüll im Meer erfahrt ihr hier.

Haltet unser Wasser sauber

Nicht alles kann einfach den Abfluss hinuntergespült werden. Kleinere Mengen Fettreste und Öl gehören in den Restmüll, genauso wie Farbreste und Hygieneartikel. Größere Mengen müssen beim Wertstoffhof entsorgt werden.

© WWF
© GettyImages

Nutzt zum Putzen ökologische Allzweckreiniger, statt aggressive Spezialmittel und auch davon nur so viel, wie wirklich notwendig ist. Verzichtet auf chemische Pflanzenschutzmittel im Garten und auf das Autowaschen am Straßenrand, denn das Wasser in Straßengullys läuft oft ungeklärt in Flüsse und Seen.

Geht sparsam mit eurem Wasser um

Schaltet Geschirrspül- und Waschmaschine in den Sparmodus, versucht ein paar Minuten kürzer zu duschen und nutzt vorrangig Regenwasser, um eure Pflanzen zu gießen.

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Das macht der WWF

© Bernhard Edmaier

Durch die Eingriffe der Menschen in die Natur – von Talsperren bis zur Erderhitzung – sind viele Gewässer und die in ihnen lebenden Arten gefährdet. Der WWF hat Projekte in ganz Deutschland, mit denen Bäche, Flüsse und Auen sowie Seen und Küstengebiete geschützt werden. Zum Beispiel werden Barrieren und Begradigungen an Flüssen abgebaut oder neue Lebensräume für gefährdete Arten geschaffen. Hier könnt ihr euch einige Projekte anschauen und sie unterstützen.

Mini-Floß bauen

© Privat

„Wir lieben es, draußen zu sein. Vor allem am Wasser. Es gibt immer was Neues zu entdecken und die Kinder stecken die Füße ins Wasser. Wir bauen gerne ein Mini-Floß aus gefundenem Holz und sind immer wieder gespannt, ob es schwimmen wird!“
Janique & Familie

Warum wir den WWF unterstützen? Weil wir von Natur aus zusammenhalten!

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Nachhaltig Schenken
Nachhaltig Urlaub machen