So kannst du das Klima schützen Wer Strom spart, hilft dem Klima. Denn Strom wird in einem Kraftwerk erzeugt. Dabei entstehen oft Treibhausgase - das sind Abgase, die die Erde erwärmen. Verbrauchst du weniger Strom, spart das Treibhausgase. Das ist gut fürs Klima.

© Edward Parker / WWF

Der meiste Strom bei uns wird durch die Verbrennung von Kohle erzeugt. Dabei entsteht das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), das die Erde erwärmt.

Dagegen kannst du mit deinen Eltern etwas tun: Auf Ökostrom umstellen und zugleich ordentlich Energie sparen. Und Geld: Denn jede eingesparte Kilowattstunde (kWh) Strom spart euch im Durchschnitt 27 Cent – und der Atmosphäre rund 600 Gramm Kohlendioxid. Das bringt dir als cleverem Berater deiner Eltern vielleicht eine kleine Belohnung ...

So geht's: Unsere 11 Toptipps

1. Schalte das Licht aus, wenn du es nicht brauchst.

2. Wähle Lampen der Energieklasse A (das steht auf der Packung). Dass sind die mit dem niedrigsten Energieverbrauch. Dazu gehören Leuchtdioden (LED), Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Zudem halten diese Lampen 6-mal bis 15-mal länger als herkömmliche Glühlampen.

 

© Donné Beyer
© Bruno Arnold / WWF

ACHTUNG: Lampen immer von Erwachsenen ein- und ausschrauben lassen. UND: Energiesparlampen nie selbst in die Hand nehmen! Wenn sie zerbrechen, kann Gift ausströmen. Wenn dir doch eine Energiesparlampe zerbricht, bitte nicht anfassen, sofort das Zimmer verlassen und einen Erwachsenen holen! Wie Energiesparlampen entsorgt werden, erfährst du ganz unten.

 

© Donné Beyer

3. Spüle immer voll beladen und mit Sparprogramm bei 50 Grad Celsius laufen lassen: Das verbraucht weniger Wasser als mit Hand zu waschen und spart bei 160-mal Spülen bis zu 80 Kilogramm Kohlendioxid und 35 Euro im Jahr!

4. Schalte die Stromfresser ab! Wenn du an eurem Fernseher oder deiner Playstation den Standby-Knopf (für Bereitschaft) immer ausschaltest – dann geht auch das kleine Lämpchen aus –, spart das bis zu 100 Euro im Jahr. Und unserer Atmosphäre erspart es rund 220 Kilogramm Kohlendioxid!
 

5. Energiesparend Waschen: Nutze die Sparprogramme eurer Waschmaschine und gebrauche sie nur, wenn sie voll beladen ist. Du sparst die Hälfte an Energie, wenn du eure Wäsche mit 40 Grad warmem statt mit 60 Grad heißen Wasser wäschst (das geht auch dank verbesserter Waschmittel).

Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 40 statt 60 Grad sowie Verzicht auf Vorwäsche und Trockner kannst du 250 Kilogramm CO2 vermeiden und etwa 110 Euro sparen.

Noch mehr Energie spart ihr, wenn ihr die Wäsche draußen an der Luft trocknen lasst statt im Trockner.

6. Beim Kochen am besten immer den Deckel auf den Topf! Ohne kostet es viermal so viel Energie wie mit Deckel, da sich die Garzeit erhöht. Verwende am besten einen Topf, der nicht zu klein für die Herdplatte ist, da der Herd sonst unnötig Wärme verliert. Das alles spart bei fünfmal Kochen pro Woche etwa 100 Kilogramm CO2 und 46 Euro im Jahr.
 

Schon gewusst?

Wasserkochen mit dem elektrischen Wasserkocher braucht weniger Energie als mit dem Topf auf dem Herd!

© Istockphotocom / WWF Kanada

7. Sortiere deinen Abfall: Stecke zum Beispiel Metalle aus Verpackungen in die Wiederverwertungstonne. Durch das Recycling (englisch für Wiederverwerten) von nur einem Kilogramm Aluminium aus Folien oder Dosen werden schon 100 Kilogramm CO2 eingespart.

Genau so viel Treibhausgas sparst du, wenn du 100 Kilogramm Papier in die Altpapiertonne wirfst. Oder 100 Kilogramm Altglas oder 100 Kilogramm Kunststoff.

8. Kühle mit Köpfchen! 6 bis 7 Grad Celsius reichen für das Kühlen von Lebensmitteln im Kühlschrank aus. Gegegenüber 5 Grad spart das 20 Kilogramm CO2 und 10 Euro jährlich.

Stelle keine warmen Speisen in den Kühlschrank, dann braucht er nämlich enorm Energie, um die Wärme herunterzukühlen.

Taue euren Kühlschrank regelmäßig ab, damit sich in ihm keine Eisklumpen bilden.

Und schaue nach, welche Energieklasse eurer Kühlschrank ist. "A+++" ist die beste Klasse, diese Kühlschränke verbrauchen am wenigsten Energie und sparen das meiste Kohlendioxid (160 Kilogramm gegenüber der Klasse "B").

© Donné Beyer
© WWF

9. Hände mit kaltem Wasser waschen: Seife reinigt auch mit kaltem statt warmem Wasser. So spart ihr bei drei Personen zu Hause bis zu 265 Kilogramm Kohlendioxid und bis zu 75 Euro im Jahr.

10. Beim Zähneputzen Wasserhahn zudrehen: Die eine Minute, die du (hoffentlich!) mindestens morgens und abends die Zähne putzt, fließen sonst bis zu 10 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss. Zum Ausspülen drehst du ihn dann wieder auf.

11. Lieber Duschen als Baden: Während du für ein Bad rund 120 Liter Wasser brauchst, sind es beim Duschen nur etwa 70 Liter. Weil in den meisten Wohnungen das Wasser mit einem Durchlauferhitzer erwärmt wird, sparst du durch das Duschen richtig Energie.

 

Extratipp

Energiesparlampen nicht in den normalen Abfall tun! Funktionieren Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren nicht mehr, müssen sie als Sondermüll entsorgt werden, weil sie giftiges Quecksilber enthalten. Deshalb müssen sie zu geeigneten Sammelstellen für Altgeräte gebracht werden (Wertstoffhof, Schadstoffmobil). Einige Händler, leider nicht alle, nehmen sie kostenlos zurück und entsorgen sie.

Allgemeine Hinweise für Eltern:

  • Quelle: klimAktiv Tübingen und IFEU Heidelberg.
  • Der klimarelevante Emissionsbeitrag bezieht sich immer auf Kilogramm CO2-Äquivalente (inklusive CO2, CH4, N2O).
  • Die Emissionsfaktoren entsprechen den aktuellen Werten im CO2-Rechner und beinhalten Emissionen bei der Produktion, der Bereitstellung und der Umwandlung des Energieträgers.
Der Living Planet Report für Kinder
Aus alt mach neu: Gläser verschönern