Kreislaufwirtschaft: Aus alt wird neu

Ob Fahrräder oder Schuhe, Kleidung oder Kühlschränke: Alte und kaputte Dinge können ausgebessert und repariert werden, so dass du sie wieder verwenden kannst. Oder es wird aus ihnen etwas Neues hergestellt.

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Was dann noch übrig bleibt, wird wiederverwertet, also für andere Sachen benutzt – zum Beispiel für Spielzeug. So entsteht ein Kreislauf der Dinge. Dadurch sparen wir jede Menge Abfälle und müssen weniger neue Rohstoffe abbauen. Das schont die Umwelt und spart Treibhausgase.

Schon gewusst?

Rohstoffe sind Naturgüter, die wir aus der Natur holen, um aus ihnen etwas herzustellen oder Energie zu gewinnen – so wie Holz, Gesteine und Minerale oder Kohle und Erdöl. Das ist oft sehr aufwändig, weil zum Beispiel tiefe Löcher gegraben werden müssen.

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Auch Pflanzen und Tiere können Rohstoffe liefern, wenn aus ihnen vor allem Nahrungsmittel oder Kleidung gemacht werden. Schafe zum Beispiel liefern Wolle.

Bei der Kreislaufwirtschaft geht es darum, Rohstoffe möglichst lange zu nutzen, sie weiterzuverarbeiten und wiederzuverwenden, so dass nur wenige Reste übrigbleiben. Dadurch müssen weniger Rohstoffe in der Natur abgebaut werden und es fällt weniger Müll an.

 

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Und das bringt noch mehr Gutes: Es entstehen zugleich weniger Treibhausgase, die dem Klima und der Umwelt schaden.

 

Mach mit bei der Kreislaufwirtschaft

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Was du mit deiner Familie tun kannst – zum Beispiel beim Schulranzen

  1. Einen Schulranzen kaufen, der so gut verarbeitet ist, dass er lange hält. Er sollte außerdem gut in Einzelteile zerlegbar sein. Und die Teile sollten aus möglichst reinem Material bestehen, also nicht aus verschiedenen Sachen sein. Warum, erfährst du gleich weiter unten.
  2. Den Schulranzen möglichst lange nutzen.
  3. Wenn du den Schulranzen nicht mehr benötigst und er noch gut ist, kannst du ihn zum Beispiel an kleinere Geschwister weitergeben – oder ihn auf dem Flohmarkt verkaufen. Dann können ihn andere Kinder weiterverwenden.
  4. Ist der Schulranzen eines Tages nicht mehr brauchbar, sollte er wiederaufbereiten werden, damit er wieder wie neu wird. Das funktioniert nur, wenn er leicht in Einzelteile zerlegbar ist und sie aus möglichst reinem Material bestehen. Hersteller wie Step by Step bieten an, nicht mehr brauchbare Schulranzen ihrer Marke wiederaufzubereiten. Dazu kannst du ihnen kostenlos deinen alten Schulranzen zuschicken.  
  5. Beim Hersteller wird der Ranzen dann geprüft. Wenn der ihn nicht mehr weiterverwenden kann, werden die Teile, die noch gut sind, wieder verwendet – zum Beispiel Schnallen oder Magnete. Was sich nicht mehr für einen neuen Schulranzen eignet, etwa der Stoff, wird sortiert und dann wiederverwertet, also recycelt. Alle Materialien, die recycelt werden, landen nicht im Müll. So vermeiden wir Abfall.
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Aus den recycelten Materialien deines Schulranzens können dann ganz neue Produkte gemacht werden – zum Beispiel Kleidung.

Umgekehrt können auch andere Produkte für neue Schulranzen verwendet werden. So bestehen zum Beispiel die Stoffe der Step by Step-Schulranzen komplett aus ehemaligen PET-Flaschen, die recycelt wurden.

Das alles ist aufwändig. Doch es lohnt sich, weil es die Umwelt schont.

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Der erste kreislauffähige Schulranzen

Für die Umwelt hat die Marke Step by Step die Schulranzen-Entwicklung neu gedacht und den ersten kreislauffähigen Schulranzen entwickelt. Damit schlagen sie komplett neue Wege ein! Niemand ist zu klein, um sich für unseren Planeten groß zu machen!

Was gehört noch zu einer Kreislaufwirtschaft?

Bei der Produktion und beim Transport

  • vermehrt erneuerbare Energien einsetzen,
  • auf schädliche Chemikalien verzichten und
  • viele natürliche Rohstoffe verwenden, die aus einer nachhaltigen, also naturnahen Landwirtschaft stammen.
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Produkte recyceln, Abfälle vermeiden

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Auch wenn in Deutschland viel Abfall gesammelt und wiederverwertet wird, bleibt noch immer ein großer Rest an Müll, der in Verbrennungsanlagen (im Bild) oder auf Deponien im Ausland landet. Die Materialien sind dann für immer verloren. Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Abfälle zu vermeiden.

Die gute Nachricht: Je mehr Kreislaufwirtschaft es gibt, desto weniger entstehen Abfälle, desto weniger Land wird für den Abbau von Naturgütern zerstört und desto weniger Treibhausgase werden produziert. Zugleich bleibt die Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Du siehst: Kreislaufwirtschaft ist gut für die Natur, die Umwelt und uns alle.

© Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF
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