Schon mal einen Dachs gesehen? Wenn ja, hast du großes Glück gehabt. Denn der Dachs schleicht meist nachts durch Wald und Feld. Umso spannender ist es, wenn du seine Fußspuren und andere Hinweise auf ihn findest.

Dieser Dachs wurde auf seinem nächtlichen Streifzug von einer Fotofalle geknipst.
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Schon gewusst?

Der Dachs gehört zur Marderfamilie. Vor allem verspeist er gerne Regenwürmer. Er frisst aber nicht nur Fleisch und tote Tiere, sondern auch viel Pflanzliches, zum Beispiel Früchte.

Der Dachs ist in etwa so groß wie ein mittelgroßer Hund. Er hat kurze Beine und wirkt dadurch ein wenig pummelig. Er hat ein weißes Gesicht mit dicken schwarzen Streifen über den Augen. Sein Körperfell ist grau.

Dachsspuren

Vor seiner Burg oder entlang seiner nächtlichen Wege kannst du im Sand, Matsch oder Schnee Fußabdrücke eines Dachses finden.
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  • Der Dachs hat an allen seinen Pfoten 5 Zehen. Manchmal drückt sich der kleine Daumen nur ganz wenig ab und du kannst nur 4 deutliche Zehen erkennen. Guck also ganz genau hin, ob es vielleicht doch einen fünften Zeh an einer Seite gibt.
  • Die Zehen sind im Halbkreis angeordnet.
  • Der Dachs hat dicke Krallen (wie groß sie sind, siehst du weiter unten). Im Vorderfuß sind diese ganz lang. Damit kann er seine großen Burgen graben.
  • Manchmal kannst du die Ferse erkennen.
  • Mit Krallen und Hacke sind die Füße ungefähr fast so lang wie ein Kakaobecher hoch ist (ungefähr 8 Zentimeter). Die Abdrücke der männlichen Dachse sind größer als die der Weibchen.
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Die Dachs-Burg

Dachse sind richtige Familientypen. Eine Familie wohnt zusammen in ihrer Burg. Wenn sie sich sicher und wohl fühlt, wird die Burg über mehrere Generationen benutzt. Das bedeutet, dass vielleicht schon die Urgroßeltern die Burg gebaut haben.

 

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Eine Dachsburg besteht aus mehreren Zimmern, so genannten Kammern. Jede Kammer polstert der Dachs mit weichem Material wie zum Beispiel Gras oder Laub aus. Dachse bauen immer wieder neue Kammern. Dadurch können die Burgen sehr groß werden. Manche Gänge sind über mehrere hundert Meter lang – länger als ein Fußballfeld!

Wie kannst du eine Dachs-Burg erkennen?

Das Ausgangsloch der Burg ist in etwa so groß wie ein Fußball, meist ein wenig kleiner. Von diesen Löchern gibt es oft mehrere an einem Ort. Vor einem Dachsbau ist die Erde meist ganz fest getrampelt.

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Aus dem Loch führt manchmal eine Rinne im Boden. Sie entsteht dadurch, dass der Dachs immer wieder die Polsterung der Kammern erneuert. Durch das Hinein-und-hinaus-kehren des Materials formt sich diese Rinne.

Zum Schleppen und Graben hat der Dachs die passenden Klauen.

Wo kannst du eine Dachs-Burg finden?

Die Burg ist oft an einem kleinen Hang im Wald. Da lässt es sich besser hinein buddeln. Falls du einen großen Baum siehst, schaue dort nach. Die Wurzeln des Baums geben den einzelnen Kammern mehr Halt und sie stürzen nicht so leicht ein. Oder suche in Hecken zwischen Feldern.

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Viel Spaß beim Entdecken wünscht dir Stefanie Argow mit Begleiterin Emma

Dem Fuchs auf der Spur