Unsere Herbst-Tipps: Suchen, sammeln und viel Spaß haben Jetzt ist die Natur ein richtiger Abenteuerspielplatz: Wer findet die leckersten Äpfel und die schönsten Kastanien oder Eicheln? Was kannst du aus ihnen basteln? Wie baust du eine echte Waldhütte? Und wer im Wald ruft jetzt laut in der Dämmerung? Wir verraten es dir.

Im Herbst gibt es draußen auf den Feldern und in den Wäldern jede Menge zu entdecken und zu ernten: Von saftigen Äpfeln und dicken Kürbissen bis zu Kartoffeln und Nüssen. Und natürlich gibt's die tollen bunten Blätter! Wir haben 14 Tipps für dich, was du jetzt in der Natur und mit der Natur Schönes machen kannst.

Tipp 1: Äpfel ernten

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Jetzt sind die meisten heimischen Apfelsorten reif. Auf manchen Streuobstwiesen kannst du sie für wenig Geld selber pflücken. Klettern, ernten oder im Gras aufsammeln – das macht eine Menge Spaß. Dabei kannst du ausprobieren, welcher Apfel dir am besten schmecken. Denn es gibt rund 1.500 Apfelsorten bei uns. Also viiiieeeel mehr als du im eurem Supermarkt kaufen kannst.

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Tipp 2: Hirsche röhren hören

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Jetzt im Herbst kannst du Hirschmänner in der Abenddämmerung rufen hören. Das ist oft dröhnend laut, denn sie wollen damit Weibchen anlocken und andere Männchen einschüchtern. Schließlich ist jetzt Paarungszeit bei Hirschen. Dann kämpfen die Männchen auch schon mal miteinander, indem sie mit ihren Geweihen aufeinander losgehen.

In einigen Wäldern gibt es jetzt Führungen zu Orten, wo du Hirsche röhren hören und manchmal sogar dabei beobachten kannst. Frag mal nach bei dem Forstamt in eurer Nähe.

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Was kannst du im Herbstwald alles sammeln?

Eicheln

Eicheln
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Bucheckern

Bucheckern
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Tipp 3: Bucheckern sammeln

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Bucheckern sind die Früchte der Rotbuche. Sie sind dreikantig, etwa 1,5 Zentimeter groß und stecken in einer braunen stacheligen Schale. Wildschweine, Eichhörnchen, Mäuse und so manche Vögel lieben Bucheckern.

Doch anders als Tiere solltest du sie nicht roh essen, das gibt Bauchschmerzen. Du musst sie rösten und zum Beispiel über Salat streuen, das ist superlecker. Zu Mehl gemahlen, können Bucheckern auch für Brot oder Kekse verwendet werden.

Bucheckern schmecken leicht nussig und sind reich an Mineralstoffen, Zink und Eisen.

 

Schon gewusst?

Alle paar Jahre wachsen besonders viele Bucheckern. In diesen "Mastjahren" fressen sich Waldtiere wie Wildschweine so richtig den Bauch voll und andere wie Eichhörnchen und Mäuse legen besonders große Wintervorräte an. Aus den Vorräten, die sie vergessen, wachsen dann im kommenden Jahr neue Buchenbaumkinder.

Tipp 4: Tierfiguren basteln

Aus Kastanien, Eicheln und Bucheckern kannst du lustige kleine Figuren und Tiere basteln.
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Du brauchst: Kastanien, Eicheln und Zahnstocher, auf die du deine Fundstücke draufsteckst.

So gehts: Um ein Männchen oder Tier zu basteln, nimmst du kleinere Eicheln als Füße und Arme und etwas größere Kastanien als Bauch und Kopf. Füße und Arme verbindest du mit je einem Zahnstocher mit dem Bauch. Genauso befestigst du den Kopf mit dem Bauch. Als Mütze kannst du zum Beispiel die Kappe einer Eichel verwenden.

Du kannst deinen Tieren auch ein Gehege bauen. Dazu nimmst du einfach dünne Zweige und bindest sie mit Paketschnur zusammen.

Tipp 5: Kaufladen befüllen

Wenn du einen Kaufladen hast, kannst du darin natürlich alle Kastanien, Eicheln und Bucheckern als Ware benutzen. Genauso übrigens wie Nüsse, Hagebutten oder kleine Zapfen von Fichten oder Kiefern.

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Tipp 6: Mit Blättern basteln

So gehts: Zunächst trocknest du sie. Am besten legst du die gesammelten Blätter zwischen zwei Papiere und steckst sie für ein paar Tage in ein dickes Buch, dann werden sie schön glatt und lassen sich gut verarbeiten. Anschließend kannst du mit den Blättern Vieles dekorieren und verschönern – deinen Schulordner, deine Eingangstür, dein Fenster oder was dir noch so einfällt.

Tipp 7: Eine Waldhütte bauen

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Im Wald eine eigene Hütte haben und von dort aus Tiere beobachten? Das geht einfacher, als du denkst. Nicole vom Junior-Team hat es ausprobiert. Hier ist ihr Tipp.

Tipp 8: Kürbis-Künstler werden

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Ein echter Kürbis, der auf der Fensterbank steht und im Dunkeln leuchtet, das sieht schon echt geheimnisvoll aus. Wie du am besten aus einem Kürbis ein Kunstwerk machst – und danach aus dessen Inhalt noch eine leckere Suppe zauberst –, das zeigen wir dir auf dieser Seite.

Tipp 9: Getreide mahlen und ein Brot backen

Jetzt im Herbst gibt es frisches Getreide vom Feld. Das gibt es meist im Naturkostladen zu kaufen. Du brauchst außerdem: Eine Getreidemühle oder eine alte Kaffeemühle, mit der du das Korn zu Mehl mahlst. Dazu noch Hefe, Milch und etwas Salz.

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So geht's: Nimm ein einfaches Rezept zum Brotbacken aus eurem Rezeptbuch zu Hause oder dem Internet. Damit kannst du dann mit Hilfe eines Erwachsenen loslegen. Viel Spaß!

Tipp 10: Aus Kartoffeln Stempel machen

Wenn du eine rohe Kartoffel halbierst, kannst du aus beiden Hälften tolle Stempel basteln und damit T-Shirts oder Taschen verschönern. Hier findest du die einfache Anleitung.

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Tipp 11: Blumenzwiebeln pflanzen

Wenn du einen Garten hast, ist jetzt im Herbst, bevor der Boden friert, die allerbeste Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Dann hast du im nächsten Frühjahr tolle Schneeglöckchen, Tulpen oder Osterglocken.

Du brauchst: Blumenzwiebeln aus dem Gartenmarkt und eine Schaufel.

So gehts: Einfach kleine Löcher graben – so tief, dass auch die Spitze der Zwiebel nach dem Wiederzuschaufeln gut mit Erde bedeckt ist. Zwiebeln mit der Spitze nach oben in das Loch setzen, dann Erde drauf. Schon gegen Ende des Winters wirst du beobachten können, wie die ersten kleinen Blättchen aus dem Boden herausschauen.

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Tipp 12: Pilze suchen

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Im Herbst ist die richtige Zeit, um Pilze zu suchen. Schnapp dir den Pilzkenner oder die Pilzkennerin in deiner Familie und dann nichts wie los, den Wald erkunden. Wir zeigen dir, worauf du als Pilz-Detektivin oder Pilz-Detektiv am besten achtest.

Tipp 13: Hagebuttenkette basteln

Du brauchst: etwa 30 Zentimeter langen Schmuckdraht und Hagebutten, die Früchte des Rosenstrauchs.

So gehts: Auf den Draht steckst du mehrere Hagebutten. Dann drehst beide Enden zusammen, damit keine Hagebutte abfallen kann. Anschließend befestigst du eine Schnur an dem Draht und hängst deine Hagebutten- kette dort auf, wo sie dir am besten gefällt.

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Tipp 14: Vogelfutter selber machen

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Vögel mögen Beeren wie Hagebutte, Holunder, Brombeere, Schlehe, Weißdorn oder Vogelbeere (anderer Name für die Eberesche). Sammle doch ein paar Früchte für sie und hebe sie als Winterfutter auf. Einfach bis zum Winter einfrieren.

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Zusätzlich kannst du Samen von Gräsern, Klette und Löwenzahn (im Bild) sammeln. Sie enthalten viel Eiweiß, Fett und Stärke und sind echte Kraftnahrung für Vögel. Du kannst deine gesammelten Samen am besten im kühlen Keller in einem Stoffbeutel aufheben. Oder sie auch für einen Meisenknödel verwenden.

Schon gewusst?

Du darfst Naturdinge wie Blätter, Moos, Kastanien und andere Dinge aus dem Wald oder von einer Wiese einfach mitnehmen. Achte aber dabei darauf, dass du nur so viel mitnimmst, wie du selbst zum Basteln verwenden kannst und dass du der Natur dabei keinen Schaden zufügst. Ist der Wald oder die Wiese ein Naturschutzgebiet, darfst du nichts mitnehmen. Ein Naturschutzgebiet erkennst du meist an Hinweistafeln am Weg.

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