Ganz schön haarig! Sammeln sich in deiner Bürste auch immer Haare? Nicht nur wir Menschen verlieren sie, sondern auch Wildtiere. Halte deshalb mal nach ihren Haaren Ausschau. So findest du heraus, welche Tiere wo unterwegs waren.

Haare können ganz verschieden sein. Das siehst du besonders am Igel. Der hat nämlich Stacheln und „normale“ Haare.

Manche Tiere haben im Winter ein ganz anderes Fell als im Sommer. Dann ist ihr Fell meist länger und dichter. Das hält sie besser warm.

 

© Ralph Frank / WWF

Einige Tiere ändern sogar ihre Farbe. Das Hermelin zum Beispiel ist im Sommer braun und im Winter weiß (Bild ganz oben). Dadurch wird es im Schnee fast unsichtbar.

Das Reh

Das Fell der Rehe ist im Sommer rot-braun und im Winter grau-braun. Ihr Popo bleibt das ganze Jahr hell. Rehe wechseln zwei Mal im Jahr ihr Fell, im Frühling und im Herbst. Im Frühling fallen ihnen ganze Fellbüschel aus.

Im Sommer sind die Haare glatt, im Winter weniger glatt, dafür mehr gewellt, länger und dichter. Außerdem sind Winterhaare innen hohl. Deshalb ist Platz für Luft. Die hilft, nicht so schnell auszukühlen und die Körperwärme zu speichern.

© Ralph Frank / WWF
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Diese Art von Haar heißt Röhrenhaar. Auch andere Säugetiere wie Hirsche und Eisbären schützen sich damit vor der Kälte. Diese Röhrenhaare lassen sich sogar knicken.  Probier mal, geht das mit deinen Haaren auch? Nein, oder? Denn Menschenhaare sind innen nicht hohl.

 

Rehhaare findest du vor allem in ihren Betten. Das sind frei gescharrte runde Flächen auf der Erde, etwa so groß wie deine Schultasche. Du findest sie abseits von Wegen im Dickicht, sogar in einem großen Stadtpark.

© Ralph Frank / WWF
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Ein Hirsch hat ähnliche Haare wie ein Reh, sie sind nur länger.

Das Wildschwein

hat fast schwarze Haare, sie heißen Borsten. Sie fühlen sich fest und drahtig an und sind am Ende gespalten. Das heißt, jedes einzelne Haar hat mehrere Spitzen. Das Wildschwein hat auch ein Sommer- und ein Winterfell. Im Winter sind die Borsten länger und dazwischen wachsen Wollhaare. Die funktionieren wie deine warme Thermounterwäsche.
© Ralph Frank / WWF
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Borsten von Wildschweinen findest du vor allem an Bäumen, an denen sie sich reiben. Diese so genannten „Malbäume“ erkennst du daran, dass sie am unteren Teil des Stammes voller getrocknetem Schlamm und sehr abgerieben sind. Du findest sie an feuchten Stellen, zum Beispiel an einem See oder an matschigen Mulden im Wald.

Der Dachs

Dachshaare fühlen sich auch ein wenig drahtig an, etwa so wie die Haare deiner Zahnbürste. Das Haar ist abwechselnd schwarz und weiß. Die dünne Spitze des Haares ist jedoch immer weiß. Das ist der Unterschied zum Waschbären. Der hat immer eine schwarze Haarspitze.

© Ralph Frank / WWF
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Haare von Dachsen findest du an ihren Durchschlupf-Löchern in Zäunen oder vor ihren Burgen. Die erkennst du oft an Rillen um den Eingang herum. Der Dachs polstert seine Burg nämlich mit weichem Material aus. Weil er das Moos und Gras ab und zu erneuert, entstehen Rillen vor seinem Bau durch das Raus-und-rein-schieben.

Schon gewusst?

Dachse, Waschbären, Murmeltiere oder Siebenschläfer halten eine Winterruhe oder einen richtigen Winterschlaf. Deshalb verändern sie ihr Fell nur einmal im Jahr - und zwar vom Sommer bis zum beginnenden Winter.

Ein Wald voller Haare

Tierhaare im Wald sind gar nicht schwer zu finden.  Mach doch mal ein Experiment. Stelle dich irgendwo in einen Wald und ziehe mit einem Stock einen Kreis um dich. Durchmesser einen Meter. Dann suchst du den Boden ab. Bestimmt findest du in zehn Minuten ein echtes Tierhaar – wetten?

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Viel Spaß beim Suchen wünscht dir Fährtenleserin Stefanie mit Begleiterin Emma!

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