Marmelade selber kochen Ist du auch so gerne Marmelade zum Frühstück? Wir wärs, du kochst sie einmal selber? Das geht am besten mit reifen Äpfeln, Pflaumen, Erdbeeren, Brombeeren und vielem anderem Obst. Probiere es aus – wir zeigen dir, wie einfach das geht. Und Spaß macht es obendrein.

Du brauchst:

  • 2 große Kochtöpfe: Topf 2 bitte vorher wiegen, wie schwer er ist.
  • 1 Sieb
  • 1 Trichter
  • 1 großen Schöpflöffel oder eine Schöpfkelle

 

© Beate Roloff-Beyer
© Beate Roloff-Beyer
  • Leere Gläser mit verschließbarem Deckel (gut geeignet sind Schraubdeckelgläser von Babynahrung, Meerrettich, Senf oder ähnlichen Produkten). Vorher mit heißem Wasser ausspülen
  • Früchte deiner Wahl
  • Gelierzucker oder zuckerfreie Geliermittel wie Birnendicksaft oder Apfelpektin. Mit einem Geliermittel wird eine Flüssigkeit beim Abkühlen erst dicker und dann fest.
  • Zitronensaft: Der hilft, dass die Farbe der Früchte frisch bleibt
  • Vanillezucker

Wie viel Früchte und Geliermittel du brauchst, verraten wir dir weiter unten bei den Beispiel-Rezepten. Wir schlagen immer 1 Kilogramm vor, natürlich kannst du auch weniger oder mehr nehmen. Dann rechne einfach auch mehr oder weniger Geliermittel dazu.

Rezept 1: Die Apfelmarmelade

© GettyImages

Deine Zutaten:

  • 1 Kilogramm Äpfel
  • Geliermittel: 1.000 Gramm Gelierzucker 1:1 oder 500 Gramm Gelierzucker 2:1 oder 333 Gramm Gelierzucker 3:1. Statt Zucker kannst du auch 0,5 Liter Birnendicksaft verwenden oder 5 Esslöffel Apfelpektin.

    So geht's:

    1. Äpfel abwaschen und in kleine Teile schneiden (das Apfelgehäuse gibst du in den Biomüll oder auf den Kompost).

    2. Äpfelschnitze in den Kochtopf geben, etwas Wasser dazu, damit nichts anbrennt. Kochtopf nur zur Hälfte füllen. Deckel drauf.

     

    © GettyImages
    © GettyImages

    3. Topf erhitzen, bis es im drinnen brodelt. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Sobald die Apfelschnitze weich sind, Herdplatte ausmachen.

    4. Jetzt Topf 2 auf die Nachbarherdplatte stellen. Sieb oben drauf. Dann nimmst du mit der Kelle nach und nach die weichgekochten Apfelschnitze aus Topf 1 und drückst sie mit einem Holzlöffel oder Kartoffelstampfer durch das Sieb in Topf 2.

    5. Danach hast du in Topf 2 feines Apfelmus. Übrig bleiben im Sieb die Apfelschalen und vereinzelte Kerne, die du vielleicht beim Schneiden übersehen hast. Das alles kannst du auf den Kompost oder in eure Biotonne tun.

    6. Jetzt wiegst du den Topf 2. Zum Topfgewicht ist das Gewicht vom Apfelmus dazugekommen. Wie viel ist es gesamt? Von der Zahl ziehst du das Gewicht von Topf 2 ab. Jetzt kennst du deine genaue Menge Apfelmus. Nun kannst ausrechnen, wieviel Gelierzucker du hinzufügen musst. Beispiel: Du hast 1.000 Gramm Apfelmus, dann gibst du 1.000 Gramm Gelierzucker 1:1 hinzu, oder 500 Gramm Gelierzucker 2:1 oder 333 Gramm Gelierzucker 3:1. Oder du nimmst statt Gelierzucker Birnendicksaft oder Apfelpektin.

    7. Fülle in den Topf 2 die passende Menge Gelierzucker. Gieße 1-2 Esslöffel Zitronensaft oder Orangensaft hinzu, außerdem einen Teelöffel Vanillezucker.

    8. Rühre alles gut um und erhitze Topf 2.

    9. Dabei bildet sich meist Schaum, den schöpfst du mit dem Schöpflöffel ab, denn der sollte nicht in die Gläser.

     

    10. Lass es 2 bis 4 Minuten aufkochen. Nimm einen Testlöffel, fülle ihn mit Marmelade und lasse in auf einem Teller abkühlen. Wird die Marmelade-Probe in 1 bis 2 Minuten fest, kannst du die Herdplatte für den Topf 2 ausschalten. Wenn nicht, lässt du den Topf noch einige Minuten weiterkochen.

    11. Nun befüllst du die ausgespülten Gläser. Nimm dazu einen Trichter und fülle die heiße Marmelade in die Gläser. Mache sie nicht randvoll, sondern lasse oben etwas Platz. Schraub den Deckel drauf und lasse die Gläser abkühlen.

    12. Nach etwa 2 Stunden sollte die Marmelade fest geworden sein.

    © GettyImages

    Rezept 2: Pflaumenmarmelade

    © Donné Beyer

    Deine Zutaten:

    • 1 Kilogramm Pflaumen oder Kirschpflaumen (das sind die roten im Bild)
    • Geliermittel: 1.000 Gramm Gelierzucker 1:1 oder 500 Gramm Gelierzucker 2:1 oder 333 Gramm Gelierzucker 3:1. Statt Zucker kannst du auch 0,5 Liter Birnendicksaft verwenden oder 5 Esslöffel Apfelpektin.

    So geht's

    1. Pflaumen abwaschen und in den Kochtopf 1 geben, dann mit einer Gabel anstechen. Etwas Wasser dazu, damit nichts anbrennt. Kochtopf nur zur Hälfte füllen. Deckel drauf.

    2. Topf erhitzen, bis es im drinnen brodelt. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Sobald die Pflaumen weich sind und die Kerne sich herauslösen, Herdplatte ausmachen.

    © Donné Beyer
    © GettyImages

    3. Jetzt Topf 2 auf die Nachbarherdplatte stellen. Sieb oben drauf. Dann nimmst du mit der Kelle nach und nach die weichgekochten Pflaumen aus Topf 1 und drückst sie mit einem Holzlöffel oder Kartoffelstampfer durch das Sieb in Topf 2.

    4. Danach hast du in Topf 2 feines Pflaumenmus. Übrig bleiben im Sieb die Pflaumenkerne und Reste der Schalen. Das alles kannst du auf den Kompost oder in eure Biotonne tun.

    5. Jetzt wiegst du den Topf 2. Zum Topfgewicht ist das Gewicht vom Pflaumenmus dazugekommen. Wie viel ist es gesamt? Von der Zahl ziehst du das Gewicht von Topf 2 ab. Jetzt kennst du deine genaue Menge Pflaumenmus. Nun kannst ausrechnen, wieviel Gelierzucker du hinzufügen musst. Beispiel: Du hast 1.000 Gramm Pflaumenmus, dann gibst du 1.000 Gramm Gelierzucker 1:1 hinzu, oder 500 Gramm Gelierzucker 2:1 oder 333 Gramm Gelierzucker 3:1. Oder du nimmst statt Gelierzucker Birnendicksaft oder Apfelpektin.

    6. Fülle in den Topf 2 die passende Menge Gelierzucker. Gieße 1-2 Esslöffel Zitronensaft oder Orangensaft hinzu, außerdem einen Teelöffel Vanillezucker.

    7. Rühre alles gut um und erhitze Topf 2.

    8. Dabei bildet sich meist Schaum auf der brodelnden Oberfläche. Diesen Schaum schöpfst du mit dem Schöpflöffel ab.

    Sabine Krüger
    © GettyImages

    9. Lass es 2 bis 4 Minuten aufkochen. Nimm einen Testlöffel, fülle ihn mit Marmelade und lasse in auf einem Teller abkühlen. Wird die Marmelade-Probe in 1 bis 2 Minuten fest, kannst du die Herdplatte für den Topf 2 ausschalten. Wenn nicht, lässt du den Topf noch einige Minuten weiterkochen.

    10. Nun füllst du die heiße Marmelade in die Gläser.

    11. Nimm dazu am besten einen Trichter. Mache die Gläser nicht randvoll, sondern lasse oben etwas Platz. Schraub den Deckel drauf (oder verschließe den Schnappdeckel) und lasse die Gläser abkühlen.

    12. Nach etwa 2 Stunden sollte die Marmelade fest geworden sein.

    © Sabine Krüger
    Essensreste: Kann das weg? Nein!
    Back-Tipp: Bananenbrot