Geheimnisse der Brennnessel Brennnesseln brennen, das hast du sicher schon erlebt. Warum tun sie das? Wie kannst du sie trotzdem essen? Und warum sind sie für Insekten so wichtig? Das verraten wir dir hier.

Warum brennt die Brennnessel?

Berührst du eine Brennnessel mit deiner Haut, kann es an der Stelle ganz schön brennen. Das machen viele kleine Brennhaare, die überall am Stängel und an den Blättern der Pflanze sitzen. Schau mal genau hin, dann erkennst du sie.

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Das funktioniert so: Berührst du oder ein Tier die Brennnessel auch nur ganz leicht, brechen die oberen Spitzen der Brennhaare ab. Ihr unterer Teil, der noch an der Pflanze sitzt, wird so zu einer Art winziger Spritze. Er sticht in die Haut und gibt dabei eine Flüssigkeit ab. Die brennt, weil sie Ameisensäure enthält. Die Haut schwillt dann für kurze Zeit leicht an, heilt aber meist rasch wieder ab.

Warum tut die Brennnessel so etwas?

Sie verteidigt sich damit! Sie schützt sich mit ihrem Brennsaft davor, von großen Tieren gefressen zu werden. Kleinere Tiere hingegen sind so clever, dass sie um die Brennhaare herum die Blätter anfressen.

Vor allem für mehr als 50 Schmetterlingsarten ist die Brennnessel eine lebenswichtige Futterpflanze.
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Glühwürmchen mögen ebenfalls Brennnesseln. Aber auch für Menschen sind sie lecker. Und nicht nur das: Junge Brennnesseltriebe enthalten etwa doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange und mehr Eiweiß als Sojabohnen. Sie sind also richtig gesund!

Unser erster Tipp

Von jungen Brennesseln kannst du jeweils die obersten vier bis sechs Blätter zupfen und mit Wasser, Salz und Pflanzenöl zu einer Suppe kochen. Dabei verlieren die Blätter ihre Brennwirkung. Da brennt garantiert nichts auf der Zunge! Schmeckt auch lecker in einem Gemüseauflauf oder als Brennnesselspinat.

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Wie zupfe ich Blätter, ohne dass es brennt?

Das Beste ist, Du ziehst beim Zupfen Gartenhandschuhe an. Junge Pflanzen brennen außerdem noch nicht so heftig wie ältere.

Unser zweiter Tipp

Auch roh kannst du die Blätter essen. Dazu wickelst du sie zuvor in ein Tuch, legst sie für ein paar Minuten in warmes Wasser und wringst sie anschließend aus. So verlieren die Blätter ihre Brennwirkung. Du kannst sie auch für Tee trocknen. Erntezeit der Blätter ist von April bis September.

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Superdünger für den Garten

Brennnesseln sind außerdem ein kostenloser Superdünger für den Garten. Einfach Brennnesseln in einen Eimer Wasser stecken, zudecken und 14 Tage stehen lassen.

Die Brennnesselbrühe stinkt dann zwar, ist aber ein tolle Stärkung für Pflanzen. Vor dem Gießen unbedingt mit Wasser verdünnen: Etwa zehn Teile Wasser, ein Teil Brennnesselbrühe.

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